Game Review: Reviews für PC, Wii und Flash Games

Might & Magic: Heroes 6 Review

Might & Magic: Heroes 6Der neueste Teil der Heroes Reihe tritt ziemlich ähnlich in die Fußstapfen der Vorgänger. Die größte Veränderung scheint allerdings der Titel zu sein. Hießen die Spiele bisher noch Heroes of Might and Magic hat Ubisoft die Reihe verwirrenderweise in Might & Magic: Heroes umbenannt.

Anonsten hat sich seit Heroes 5 nicht so richtig viel verändert. Sehr positiv hat sich das Ressourcen und Minenmanagement entwickelt. Gab es bei Heroes 5 noch gefühlte ein Dutzend Rohstofftypen, hat Ubisoft bei Heroes 6 das Ganze auf vier Rohstoffe verschlankt: Holz, Stein, Kristall und natürlich Gold. Ebenso sinnvoll ist die Einteilung von Gebieten auf der Karte. Erobert man in einem bestimmten Bereich die Festung oder Stadt gehören automatisch (vorausgesetzt sie sind befreit bzw. erobert) alle Minen in diesem Bereich dem Stadthalter. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht ständig seine Minen zurückerobern muss.

Auch die Rassenanzahl hat man verschlankt: Neben den Menschen und Untoten tummeln sich in der Welt noch Dämonen, Orks und magische Wasserwesen. Hier hätte man meiner Meinung nach vielfältiger bleiben sollen. Denn spielerisch unterscheiden sich die Fraktionen nicht allzu sehr.

Etwas zwiegespalten sehe ich die Entwicklung der Helden. Man hat zwar die Möglichkeit, seinen Helden ganz individuell anpassen, bei der Fülle an Skills und Magie ist es allerdings sehr schwierig, seinen Helden zu spezialisieren. Investiert man seine Punkte (einen pro Stufenanstieg) in Magie, hat man keine sonstigen Eigenschaften. Ist man allerdings Logistik- oder Kampfexperte beherrscht man keine Zauber. Das ist zwar tendenziell besser als das alte “Glückszauber” System der Magiergilden, zwingt den helden aber auch dazu, seine Punkte direkt in Magie zu investieren.

Ansonsten hat sich bei Heroes nicht allzu viel verändert. Nach wie vor wird rundenbasiert die Karte erforscht, Artefakte eingesammelt und Gebäude erobert. Mit ausgebauter Stadt bekommt man auch mehr Einheiten, die man widerrum in den taktischen Kämpfen verheizen kann. Etwas enttäuscht hat mich dabei die Grafik. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich so gut wie gar  nichts verändert. Auch der Soundtrack fällt kaum auf, außer dass man ständig das Gefühl hat, Herr der Ringe zu schauen. Dafür ist Heroes 6 aber spielerisch äußerst anspruchsvoll und langzeitmotivierend, da die Kampagnen selbst auf leicht einen knackigen Schwierigkeitsgrad haben.

Grafik: 6/10
Sound: 6/10
Insgesamt: 8/10

Batman Arkham City Review

Batman Arkham City Detektiv ModusBatman Arkham City spielt kurze Zeit nach den Ereignissen des Arkham Asylums. Der Bürgermeister hatte nach einem Bombenanschlag einen Teil von Gotham City abriegeln und zur Verbrechenszone erklären lassen. In diesem Arkham City sollten alle Verbrecher isoliert und eingesperrt werden. Durch unglückliche Unstände wurde auch Bruce Wayne alias Batman eingesperrt und versucht dahinter zu kommen, wer eigentlich die Fäden in Arkham City zieht und was genau Hugo Strange plant.

Arkham City setzt keine großen Neuerungen ein. Das bewährte Beat-em Up Spielprinzip von Batman Arkham Asylum wurde beibehalten und um einige Gimmicks ergänzt. Im Vordergrund bei Arkham City steht allerdings ganz klar die Story. Neben der Hauptstory gibt es noch viele weitere Quests zu erledigen, wie für Bane die verbliebenen Titan-Tanks zu zerstören oder dem Mad Hatter Einhalt zu gebieten. Dadurch, dass Arkham City wesentlich öfter als sein Vorgänger im Freien spielt, hat man zwar mehr Möglichkeiten, sich über Dächer fortzubewegen, hat allerdings auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, die Gegner draußen auszuschalten. Konnte man im ersten Teil fast immer alle Gegner Stück für Stück aufhängen, von hinten oder oben ausschalten oder durch Schächte kriechen, bieten sich in Außenareal von Arkham City meist nur die direkte Konfrontation. Das Prügeln macht zwar immens Laune, kann allerdings schnell frustrierend sein, wenn die Gegner über Waffen verfügen und Batman mit nur wenigen Schüssen ausschalten.

Trotzdem ist der Spaßfaktor durch Häuserschluchten zu gleiten und sich Spiderman-ähnlich von Haus zu Haus zu schwingen enorm hoch. Denn Spaß ist wohl auch die Hauptmotivation des Spiels. Die Rätsel sind eher simpel und auch die Boss-Fights könnten anspruchsvoller sein. Grafisch hat sich seit dem letzten Teil eher wenig verändert, auch der Sound ist eher unauffällig. Dem Spaß, die fiesen Henchmen von Pinguin, Two-Face oder dem Joker zu vermöbeln tut dies allerdings kein Abbruch. Etwas enttäuscht war ich von dem fehlenden Multiplayer-Part. Dafür merkt man Arkham City allerdings an, dass sich die Entwickler mehr Mühe mit der Story, den Quests und den Geheimsnissen gegeben haben. Wer Arkham Asylum mochte, wird Arkham City mindestens genauso mögen. Ansonsten ist Arkham City eine Mischung aus Splinter Cell, Deus Ex und Tekken.

Grafik: 7/10
Sound: 5/10
Spielspaß: 9/10

Insgesamt: 8/10

Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden Review

Mit Herr der Ringe ist es ein bischen so wie mit Star Wars. Die Vermarktung und das Merchandising vor allem im Gaming Bereich läuft und läuft. Genauso fühlt sich auch das neueste Herr der Ringe Spiel Der Krieg im Norden an: Hauptsache ein Brand, den jeder kennt.
Herr der Krieg: Der Krieg im Norden ist ein Action-Rollenspiel, welches parallel zur Geschichte der “klassischen” Gefährten spielt. Doch während Frodo, Gandalf und Co. nach Osten gen Mordor aufbrechen, geht für unsere Helden Richtung Norden, um die rechte Hand Sauron zu besiegen. Die Helden, das sind eine Elbe, ein Zwerg und ein Waldläufer á la Aragorn, begegnen allerlei Feinden und schnetzeln sich von Quest zu Quest. Diese fallen allerdings ganz untypisch für Rollenspiele sehr trivial aus und sind auch entsprechend einfach zu lösen. Die Betonung liegt hier deutlich auf Action, was zwischendurch fast den Eindruck eines Beat-Em-Up Games entstehen lässt. Statt mit Taktik und Raffinesse müssen die meisten Feinde einfach nur erschlagen werden. Zudem sind die Level komplett linear. Der Weg, den man gehen muss wird fast schon mit Leuchtpfeilen vorgegeben. Freiheit, die Welt zu erkunden besteht somit nicht. Sowieso wirkt Mittelerde ziemlich leer. In den Städten laufen nur eine handvoll Menschen rum, die meist nicht mehr zu sagen haben als “Hallo.” Dafür sind die Cutscenes umso schöner und storynaher gemacht. Man erfährt viel über den Ring, die Gefährten udn was hinter den Kulissen noch so passiert ist. In den Leveln trifft man allerdings umso seltener nicht feindliche Wesen. Selbst der Inlevel Shop wird lediglich durch ein leuchtendes Licht dargestellt. Woher und wohin die ge- bzw verkauften Gegenstände wandern ist fraglich. Die Gegenstände gilt es ganz Diablo-like zu sammeln. Von Stiefeln über Hosen bis hin zum Helm wird allerlei Rüstungskram gesammelt. Daneben gibt es natürlich noch Heiltränke, Manatränke und Wertgegenstände die einfach nur Geld beim Verkaufen bringen. Die Charakterentwicklung ist leider auch sehr trivial geraten: Ein Charakter besteht lediglich aus 4 Attributen: Nahkampfschaden, Lebenspunkte, Fernkampfschaden und Zauberschaden.
Allerdings ist die Welt schön anzusehen. Die Grafik wirkt zwar etwas altbacken, ist aber trotzdem schön anzusehen. Einzig die charaktere wirken fast wie Puppen. Auch die Soundkulisse ist klassisch Herr der Ringe like. Unauffällig, aber passend.
Trotz aller Mängel macht Herr der Ringe: Der Krieg im Norden wirklich Spaß. Das Spiel ist definitiv mehr was für Beat-Em-Up Spieler als für filegrane Rollenspieler. Mit der Zeit und steigender Stufe kann man immer mehr Special Moves und Fähigkeiten einsetzen. Der Zwerg kann beispielsweise einen Rundumschlag vollführen, was absolut Sinn macht, denn er ist in der Regel der, der mitten im Geschehen (Feinde) steht. So richtig überragen die Special Moves dann aber auch nicht.
Multiplayer-technisch ist HdR: KiN ganz gut aufgestellt. Die Kampagne kann sowohl kooperativ, als auch alleine gespielt werden. Zudem gibt es einen Survivalmodus, bei dem es möglichst viele Wellen an Gegnern zurückzuschlagen gilt.

Insgesamt ist Herr der Ringe: Der Krieg im Norden ein langfristiges (laaaaange Kampagne), spaßiges Hack’n'Slay Spiel, dem es zwar an Tiefgang udn Anspruch fehlt, dafür aber mit jeder Menge Action punktet. Wer Fantasy mag sollte lieber auf Skyrim warten oder zu einem “echten” Rollenspiel wie Oblivion greifen. Wer allerdings einfach nur Orks, Goblins und Trolle möglichst brutal schnetzeln möchte sollte zugreifen. Mit aktuell 35€ ist das Game auch nicht alzu teuer. Für 5 Jahre Entwicklungszeit bietet Der Krieg im Norden allerdings zu wenig Neues im Vergleich zu älteren Genrekollegen.

Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Insgesamt: 6/10

Update:
Der meiner Meinung schwierigste Teil des ganzen Spiels ist die Belagerung von Nordinbad. Hier müssen nach und nach Gegnerwellen abggewehrt werden, bis schließlich zwei Trolle das Tor von Nordinbad zerstören wollen. Da man diese nicht alzu schnell ausschalten kann, gibt es zwei ganz gute Tipps: Entweder man lässt die Trolle durchlaufen und vernichtet nur Gegner, da die Trolle erst aktiv das Tor bekämpfen, wenn man in Sichtweite ist oder was meiner Meinung wesentlich eleganter ist: Man stellt sich so früh wie möglich zwischen die Trolle und greift diese an. Sobald die Trolle zurückschlagen, treffen sie relativ wahrscheinlich auch den jeweils anderen Troll. So konnte ich die Trolle dazu bringen, sich gegenseitig schwer zu verwunden. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Trolle auch zusammen stehen.

NBA 2K12 Review

Das letzte Sportspiel, dass ich mit Absicht gekauft und gespielt habe war ungelogen Anstoss (1993!). Seitdem haben auf meinem Rechner keinerlei Sportspiele mehr Platz gefunden. Grund genug, nach 18 Jahren (OMFG) mal wieder ein Sportspiel zu installieren. Da ich allerdings schon immer gerne Basketball gespielt habe, ist es schließlich NBA 2K12 geworden.

Zunächst merkt man dem Spiel deutlich an, dass es für Controller-Spieler bzw. Xbox geschaffen wurde. Der Versuch, meine Tastatur entsprechend zu konfigurieren ist kläglich gescheitert. Ergo musste ein neuer Controller gekauft werden, da bei meinem alten (billig) Controller der rechte Stick nicht erkannt wurde.

NBA 2K12 tritt in die Fußstapfen der Vorgänger, zu denen ich allerdings wenig sagen kann. Für mich als Controller- und Sportspielnoob war die Eingewöhnungsphase allerdings sehr groß. Es gibt zwar ein Training, bei dem man die Moves, Tipps und Tricks lernt, dieses ist jedoch wenig flexibel. Weder kann eine Lektion übersprungen, noch wiederholt werden. Learning by doing dachte ich mir und spielte einfach drauf los. Und das zunächst sehr erfolglos. Denn die Steuerung hat es in sich und verlangt für Neulinge und ungeschickte Menschen wie mich (zumindest mit dem Controller) viel Geduld und Verbissenheit. Nach und nach lernt man jedoch, welche Taste was auslöst und wieso man selbst so selten trifft.
NBA 2K12 kommt zwar in deutscher Menüführung daher, ist aber sprachlich komplett in Englisch, wobei die einzigen längeren Sprachphasen des Spiels die Kommentare der Sportreporter sind. Diese kommentieren das Spiel und das Spielgeschehen sehr gut und bewerten auch, was beim Spielen viel zur Atmosphäre beiträgt. Auch die übrige Soundkulisse kann sich hören lassen. Der Soundtrack passt super zum Basketball und man hat auch dank der guten Grafik und Kamerafahrten das Gefühl, “live” dabei zu sein. Die Spieler wirken sehr echt, sehen allerdings so aus, als hätte man sie mit klarlack überzogen. Ansonsten macht NBA 2K12 einen grafisch sehr guten Eindruck.
Für die Langzeitmotivation liefert das Spiel nicht nur einen Karrieremodus, bei dem man sich vom Nobody zum NBA Superstar hochkämpfen muss, sondern auch einen Legacy-Modus, bei dem echte Basketball Legenden spielen darf. Passenderweise sogar in entsprechender Optik (Sepia, Kleidung, etc).

Insgesamt ist NBA 2K12 ein sehr gelungenes Sportspiel, dass eine Menge Spaß macht sicherlich den ein oder anderen Spieler davon überzeugen wird, das Runde ins Runde zu werfen. Absolute Neulinge sollten jedoch Geduld mitbringen und die Moves ausführlich ausprobieren. Zudem ist das Spiel für ziemlich günstige 25€ zu bekommen, was für mich ein Grund war, den Sprung ins kalte Nass zu wagen. ZUm Vollpreis von 40 – 50€ hätte ich sicherlich nicht zugegriffen.

Insgesamt: 8/10 Basketbälle

Battlefield 3 Beta Review

Battlefield 3 Beta

Übersicht der Spieleransicht. Blög auch, der nicht zu ändernde Spielername. Alle "guten" Nicknames sind entsprechend schon vergeben

Vor wenigen Tagen ist die offizielle Beta für Battlefield 3 gestartet und lädt alle Interessierten zum Spielen ein. Für viele ist Battlefield aktuell sicherlich (neben Diablo 3) das am heißesten erwartete Spiel auf dem Markt. Praktischerweise kann man sich mit der offenen Beta einen guten Einblick in das Spiel bekommen.

Die Installation bzw Download gestaltet sich dabei allerdings schon als erste Hürde. Aus Jugendschutzgründen kann die Beta (satte 3 GB) nämlich erst 23 Uhr heruntergeladen werden. Was das Ganze mit Jugendschutz zu tun hat ist mir allerdings nicht ganz klar. Welcher Jugendliche (14 – 17) geht denn vor 23 Uhr ins Bett? Wie dem auch sei, die Beta MUSS über den EA eigenen Client Origin gezogen und gespielt werden. Der Versuch, Steam anzugreifen ist deutlich erkennbar. Der Download und Installation ging dafür allerdings recht zügig, sodass ich nach gut einer Stunde endlich die Beta testen konnte.

Man merkt der Battlefield 3 Beta den Beta Status noch recht deutlich an. Abgesehen davon, dass die Grafik noch nicht ganz ausgereift ist, hat man unglaublich viele Clipping Fehler. Gerade mit Hügeln und Steinen ist nicht zu Spaßen, denn mehr als öfter rutscht man durchs Kriechen und Ducken in den Untergrund und hängt in der Karte. Ich hoffe, dass die derben Fehler noch behoben werden.

Spielerisch ist Battlefield 3 nicht sonderlich anders als ähnlich Shooter. In der Beta sind noch keine Fahrzeuge implementiert, was die Beta zu einem reinen Shooter macht. Laufen, kriechen, schießen, töten. Das Ganze spielt sich nicht anders als die Shooterkollegen. Auch hier kann man Erfolge erzielen und bekommt Badges, Ribbons und Awards. Hat man genug Punkte werden weitere Waffen und Ausrüstungssachen wie Laserpointer oder Standbein freigespielt.

Battlefield 3 legt offensichtlich sehr viel Wert auf Realismus. Was mich bei Homefront schon störte, trifft auf BF3 ebenso zu. Bei Beschuss ist man schneller tot, als ein Schneemann in der Sahara dahinschmilzt. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Allerdings ist gerade die Möglichkeit sich hinzulegen ein Einladung an Sniper und Campingfreunde. Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Bereitschaft sich zu bewegten bei vielen Spielern nicht sehr hoch ist. Für mich als Rusher ist jeder weggemmesserte Snipercamper eine Genugtuung. Ich hoffe, dass sich dies alles mit den Fahrzeugen ein wenig entspannt. Auf der aktuellen Karte (1. Teil Park, 2. und 3. U-Bahn, 4. Stadt) wären Fahrzeuge sowieso nicht sinnvoll einzusetzen. Was bleibt ist ein guter bis sehr guter Eindruck von Battlefield 3. Grafik und Spielphysik müssen definitiv noch verbessert werden, vielleicht die Spielgeschwindigkeit noch etwas erhöhen um das Camping zu vermeiden. Ansonsten heißt es abwarten und Tee trinken, ob Battlefield 3 wirklich der Kracher des Jahres wird oder ein ähnlicher Rohrkrepierer wie Homefront.

UPDATE! Die von mir kritisierten Grafikfehler haben das Internetz dazu bewegt ein kurzes Battlefield 3 Beta Real-Lifed Video zu machen:

Tales of Monkey Island Review

tales-of-monkey-islandVor wenigen Wochen gab es bei Gamesload als Deal der Woche Tales of Monkey Island. Seitdem ich Monkey Island I, II und III geliebt habe musste ich einfach zuschlagen.
Tales of Monkey Island ist das fünfteilige neueste Adventure aus der Monkey Island Reihe. Erneut geht es für Guybrush auf hoher See um Leben und Tod. Denn neben vielen alten Bekannten wie LeChuck oder Murray wollen ihm viele neue Gestalten an den Kragen. Tales of Monkey Island bewahrt dabei wirklich den Charme der älteren Spiele, auch wenn die Übersetzungen nicht immer ganz passend sind. Hier hätte durchaus etwas mehr Arbeit in die sinngemäße Übersetzung investiert werden können. Trotzdem sind die Sprecher grandios und die Musik bringt einen wirklich mental in die Karibik. Auch an der Grafik gibt es nichts zu meckern. Der Comicstil des Adventures ist liebevoll gemacht und auch die Cutscenes sind packend und tragen die Story perfekt voran.
Bei insgesamt fünf Episoden ist die Spielzeit auch ordentlich, sodass man je nach Adventureerfahrung mit Sicherheit viele Stunden Rätselspaß hat. Einziger Punkt, der mich beim Spielen wirklich genervt hat, ist die Bewegung Guybrushs. Statt wie üblich dort hin zu gehen, wo man klickt, muss man bei ToMI entweder die Gegenstände direkt anklicken oder die Maus gedrückt halten und dann die Richtung bestimmen. Die Rätsel sind größtenteils logisch und nur an ganz wenigen Stellen ist man wirklich ratlos.
Insgesamt ist Tales of Monkey Island ein sehr gelungenes Adventure, dass vor allem für den Low-Budget Preis viele Stunden Spaß verspricht. Wer also gerne nochmal die alten “Hinter dir ein dreiköpfiger Affe” Zeiten aufleben lassen möchte, sollte auf jeden Fall zuschlagen. Freizeitpiraten, die Monkey Island nicht kennen dürften die vielen Gags und Anspielungen auf die alten Teile nicht verstehen. Aber wer MI I oder II nicht gespielt hat kämpft halt auch wie ein dummer Bauer.

Insgesamt: 8/10 Hypnoseaffen

The Orange Box Review

Steam hat schon vor längerer Zeit das wohl fetteste Gaming-Paket aller Zeit auf den Markt geworfen: Die Orange Box. Enthalten sind das komplette Half-Life 2 samt Episoden 1 und 2, Team Fortress 2 und Portal.
Gekauft hatte ich mir die Orange Box eigentlich wegen Half-Life 2, da ich es immer schonmal spielen wollte, aber nie dazu gekommen bin. Daher auch die erste kurze Rezension über Half-Life 2.
Half-Life 2 ist ein sehr gelungener Denkshooter. Primär wird zwar geschossen, es gibt allerdings auch viele Rätsel, die gelöst werden wollen. Das tollste an Half-Life 2 ist jedoch die Story. Nach den Vorfällen bei Black Mesa hatte eine Alienrasse die Erde angegriffen und innerhalb kürzester Zeit erobert. Verblieben sind nur noch einige große Städte, die wie in einem Polizeistaat regiert werden. Gordon Freeman ist (warum auch immer) auf dem Weg in solch eine: City 17. Die Story und das gesamte Spiel ist packend, auch wenn man ein wenig Gordons Stimme vermisst. Nicht ein Wort sagt Mr. Freeman während des Spiels.Dafür reden die NPCs umso mehr, sodass man nach und nach versteht, wer die Combine (die Alienrasse) eigentlich sind, und was sie wollen. Die Grafik ist natürlich nicht auf dem neuesten Stand, ist aber trotzdem nett anzuschauen. Sehr gut gefallen hat mir zudem der Sound, der nicht nur stimmig war, sondern auch wirklich die Stimmung der jeweiligen Szenarien gut herübergebracht haben.
Insgesamt ist Half-Life 2 mittlerweile schon ein Klassiker unter den Shootern. Mit Anspruch, Logik und einer gehörigen Portion Action hat sich Half-Life 2 einen Platz im Spiele-Olymp gesichert.

Wertung: 9 / 10 Facehuggern

Portal hingegen ist ein reines Denkspiel. Mittels der Portalgun lassen sich jeweils ein Ein- und Ausgang eines Portals erzeugen. Ob man nun durchspringen, etwas durchwerfen oder einen Energiestrahl umleiten muss hängt ganz vom Level ab. Portal ist allerdings nur etwas für Leute mit Geduld und Phantasie. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Level zu Level, sodass es meist mit einem “Ah ich habe eine Idee – ne doch nicht” anfängt und schließlich mit einem “Achso! Ja logisch” aufhört. Für Denk- und Geschicklichkeitsfanatiker ist Portal auf jeden Fall ein Muss.

Wertung: 8 / 10 Portalen

Team Fortress 2 hingegen ist ein (mittlerweile völlig kostenloser) Multiplayer-Shooter. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Shootern setzt TF2 auf Charakterklassen. Alle haben sehr unterschiedliche Waffen, Fähigkeiten, Geschwindigkeiten und Lebensenergie. Alle klassen haben jedoch Vor- und Nachteile. So ist der Scout beispielsweise ungeheuer schnell, aber auch ungeheuer schnell tot. Der Medic kann zwar heilen, ist aber waffentechnisch vollkommen unterlegen. Der Spy tarnt sich als Gegner und kann diese von hinten erdolchen. So unterschiedlich die Klassen sind, so unterschiedlich sind auch die Levelarten. Mal müssen Checkpunkte eingenommen und gehalten werden, mal eine Lore mit Bombe langsam ins gegnerische Lager gefahren werden. Ein Deathmatch im klassischen Sinne gibt es nicht. Die Comichafte Grafik des Spiels und die Sprüche der Spieler geben TF2 diesen unverwechselbaren humorvollen Touch. Zudem gibt es wie mittlerweile üblich Erfolge und als Bonus weitere Waffen und Gegenstände, die erst durch längeres Spielen dazu kommen. Dies ist allerdings weniger Motivation, als schmückendes Beiwerk, denn gerade die verschiedenen Hüte sorgen für einen idividuellen Touch der Charaktere. Meiner Meinung nach einer der besten Multiplayershooter, dass es aktuell gibt. Zudem ist es auch noch kostenlos, was für “mal ausprobieren” natürlich bestens geeignet ist.

Wertung: 9 / 10 Hüten

F3AR alias Fear 3 Review

Fear Alma

Fear Alma

Fear is back. Doch anstatt gruseligem Japan-Horror kommt Fear diesmal als Action-Shooter par excellence daher.
Fortsetzungen sind immer ein bischen schwierig. Hatte man den Teil bzw. die Teile zuvor gespielt, kennt man in der Regel Freund und Feind. Ist man aber neu gilt es überhaupt zu verstehen, worum es geht. Bereits hier beginnt das erste Manko von Fear 3. Ohne große Einführung wird man in das Spiel geworfen, erfährt etwas von einem toten Bruder und Alma dem Mädchen. Fortan kämpft, schnetzelt und schießt man sich durch Horden von Menschen, Zombies und anderen Geistern. Das wars aber auch im großen und Ganzen. Der teils subtile, teils offensichtliche Horror vor allem des ersten Teils wurde zugunsten einer actionlastigen Schießerei entfernt. Das soll nicht heißen, dass Fear 3 nicht auch seine gruseligen Momente hat, aber an eine Stimmung á la Dead Space kommt Fear in keinster Weise heran. Spielerisch ist der Shooter allerdings solide gemacht, die Grafik ist natürlich sehr düster, aber trotzdem nett anzusehen. Die Gegner sind nicht dumm und verständigen sich auch über meinen Aufenthaltsort. Einzig die Zombies sind naja es sind halt Zombies. Nachdem ich zuletzt den Klassiker Half Life 2 ausgebuddelt hatte und mir dort die Musik extrem gut gefallen hat, ist diese bei Fear 3 solala. Der Sound ist zwar sehr gut, aber die Musik ist sehr monoton und immer wiederholend, ja geradezu nervig nach einer Zeit.
Wesentlich besser ist der Multiplayer Part gelungen. Fear wartet mit drei verschiedenen Modi auf, die allesamt sehr viel Spaß machen.
1. Run bitch run! Hier muss vor einer Wand des Todes entkommen werden. Stehenbleiben und gemütlich Gegner killen ist nicht.
2. Ghost – Nachricht von Alma. Hier spielt man einen Geist, der Besitz von Soldaten nehmen kann. Im Besitz eines solchen muss man möglich viele andere Soldaten töten, um Punkte zu erhalten.
3. Defence! Hier finden verschiedene Angriffswellen statt, die nacheinander abgewehr werden müssen. Als Clou muss jedoch zwischen (oder währenddessen!) der Runden Munition und Waffen in Form von Kisten auf der Karte eingesammelt werden.

Insgesamt ist Fear ein sehr gelungener Shooter. Die Gruselatmosphäre ist jedoch der knallharten Action gewichen. Nichts desto trotz ist Fear gerade auch wegen der imho völlig neuartigen Multiplayermodi ein sehr gelungenes Spiel.

Fazit: solide 80%

Legend of Edda MMORPG

Ich bin ja eigentlich nicht so der MMORPG Fan. Nicht, weil die Spiele mir nicht gefallen oder sie keinen Spaß machen, sondern weil sie wirklich fesselnd sind und entsprechend zeitintensiv sind. Jedenfalls gibt es aktuell ein MMORPG, dass mich dann doch anspricht: Legend of Edda. Hierbei handelt es sich um ein PvP (also Player versus Player) RPG, das heißt, dass nicht wie sonst üblich Questen gelöst werden müssen, sondern man mit seinem Charakter andere Charakter verprügelt. Natürlich gibt es auch Gilden sodass es meist nicht bei den eins gegen eins Schlachten bleibt. Legend of Edda ist trotz der Namensnähe zur Edda in der griechischen Mythologie angelegt. Es geht um den Kampf zwischen Göttern und Titanen. Wie es üblich ist gibt es Krieger, Mördern, Bogenschützen, Kleriker und Zauberer, also ist für alle was dabei. Zu Beginn müsst ihr euch entscheiden, ob ihr für die Götter oder für die Titanen in die Schlacht zieht. Schlacht ist auch genau das richtige Wort, denn trotz der knuffigen, teils sogar süßen Grafik, ergeben sich in dem Kämpfen wahre Gemetzel. Denn je mehr Spieler an einer Schalcht teilnehmen, desto wilder und härter geht es im Kampf auch zu. Insgesamt ist Legend of Edda ein sehr gelungenes, grafisch sehr ansprechendes MMORPG geworden, dass natürlich und das ist das beste daran, kostenlos ist.

Neuer Trailer für Dead Island

Vor einigen Monaten sorgte der Trailer für Dead Island für ziemlich viel Furore. Anstatt wie es üblich ist, einige tolle Szenen des Spiels zu zeigen, lief der Trailer quasi rückwärts und hat so einen enormen viralen Effekt losgetreten. Jetzt haben die Macher von Dead island nachgelegt und einen neuen Trailer für Dead Island aufgesetzt. Dieser ist zwar nicht ganz so spektakulär, überzeugt mich aber doch irgendwie. Bikini-Zombies am Strand sind einfach ein Must-See. Mal abwarten, wann die ersten Gameplay-Videos erscheinen. Ich befürchte ja, dass das Spiel nur ein Left 4 Dead Klon im Urlaubsparadies wird, aber anschauen werde ich es mir auf jeden Fall. Hier jedenfalls schonmal der aktuelle Trailer zu Dead Island, das Ende diesen Jahres erscheinen soll.