Game Review: Reviews für PC, Wii und Flash Games

The Walking Dead Game Review

The Walking Dead Game

Warum The Walking Dead plötzlich so erfolgreich ist, kann kaum jemand sagen. Nachdem es die Walking Dead Comics fast schon 10 Jahre gibt ist die Walking Dead erst seit der HBO TV-Serie so richtig bekannt geworden. Grund genug einen Spielableger zu produzieren.

Telltale Games, die sich durch die neueren Monkey Island und Sam&Max Titel einen Namen im Adventure Gerne gemacht haben, hat das 5-teilige Comic-Adventure produziert, bzw. ist noch dabei. Wer die Grafik von Monkey Island oder Sam&Max kennt fürchtet vielleicht, dass die doch etwas niedliche Grafik das Thema von The Walking Dead ins alberne zieht, tatsächlich aber passt der Grafikstil sehr gut zum Spiel. Denn The Walking Dead Game ist kein Left 4 Dead! Es ist ein Adventure, in dem es um Entscheidungen, Überleben und menschliche Konflikte geht – ganz wie in den Comics oder der TV-Serie.

Das Spiel erzählt die Geschichte von Lee, der eine dunkle Vergangenheit hat und durch Zufall die kleine Clementine retten kann. Das Spiel verfolgt jedoch eine ganz eigene Story und berührt den Hauptplott um Rick und Co. nur am Rande. Die Story und deren Verlauf wird dabei entscheidend von der eigenen Wahl geprägt. Ist man sympathisch oder ablehnend, wen rettet man und wen überlässt man seinem Schicksal? All diese Entscheidungen verändern auch die Einstellung der anderen Charaktere euch gegenüber. Somit hat man mehreren Stellen eine Weiche, die die zukünftige Story stellen.

Auch wenn The Walking Dead ein Adventure ist mangelt es an Action und Grusel keineswegs. Immer wenn es brenzlig wird muss schnell eine Entscheidung getroffen werden. Ansonsten endet man schneller als laufende Leiche als einem lieb ist. Insofern fühlt man sich wirklich wie einem der Comics, nur dass man selbst die Entscheidungen treffen kann. Dabei ist die Steuerung nicht erstklassig, aber akzeptabel – mittels Maus und Tastatur (am PC) wird Lee gesteuert.

Aktuell könnt ihr The Walking Dead für 25€ über Steam beziehen. Bisher ist nur der erste der fünf Teile erschien, für die 25€ bekommt ihr allerdings automatisch die neuen Episoden, sobald diese veröffentlicht sind.

The Walking Dead ist ein Comic-Adventure mit sehr viel Tiefgang, das eine spannende Story erzählt und definitiv Lust auf die folgenden Episoden macht.

Grafik: 7/10
Sound: 8/10
Spielspaß: 9/10

Gesamt: 8/10

Rage Review

Immer wenn ich Lust und Laune habe und nicht gerade ein Knüllertitel im Ladenregal steht greife ich zu Budget-Titeln wie Rage. Den gibt’s aktuell für schmale 20€ im Elektronikladen eures Vertrauens. Dafür gibt’s aber drei randvolle DVDs mit viel Action, ein bissl Story und äh erwähnte ich schon Action?

Firefly meets Fallout
Was passiert, wenn ein Asteroid auf die Erde zurast und droht jegliches Leben auszulöschen? Entweder man schickt Bruce Willis und Freunde oder man mach es wie die Menschen in Rage und und friert eine Handvoll Menschen für mehrere Jahrzehnte, um nach der Katastrophe wieder die Erde zu bevölkern.

Dass die Apokalypse doch nicht so endzeitlich wieder vermutet war, merkt man relativ schnell nach Verlassen des Schutzbunkers. Die Welt ist noch intakt. Mehr oder weniger. Es gibt noch Menschen, Siedlungen, Banditen und Mutanten – also genau das richtige Szenario für Waffenliebhaber. Die Welt von Rage ist steampunkig, Fireflyig und Falloutig zusammen. Postapokalyptisch ja, aber ein gewisses Westernfeeling lässt sich nicht leugnen. Zum Glück sind die Waffen noch klassisch, so dass man mit Sturmgewehr, Schrotflinte und Scharfschützengewehr alte Bekannte wiedertrifft.

Die Story von Rage ist nunja nicht gerade anspruchsvoll und voller Höhepunkte, etwas anderes hätte man id allerdings auch nicht erwartet. Die Grafik ist dem Alter entsprechend, allerdings hat mich die Konsolenherkunft extrem genervt. Bei jeder Blickänderung müssen die Texturen erst nachgeladen werden. Das mag für eine Playstation oder XBoX sinnvoll sein, mein HighEnd-PC könnte die Texturen aber auch gemütlich vorladen. Ansonsten ist die Grafik aber nett, kommt aber nicht an die thematisch ähnliche Welt von Fallout heran. Der Teufel steckt im Detail und diese sind oft recht lieblos und undetailiert. Spielerisch ist Rage ordentlich, die Bossfights sind etwas mau, die KI ist nicht überragend aber das Gamefeeling ist trotzdem recht gut. Sehr praktisch: Man kann sich selbst Ausrüstung zusammenbauen und Rohstoffe einsammeln. Die meisten der Rohstoffe dienen allerdings dem Verkauf. Denn das Geld benötigt man dringend für Munition und das Pimpen des Buggys. Um von A nach B zu kommen muss man nämlich nicht laufen, der fahrbare Untersatz mit MG und Raketenwerfer ist deutlich schneller und sicherer. Das Fahren ist auch ein größerer Teil von Rage, gibt es doch für die Eliminierung von Banditen Zusatzkohle.

Insgesamt ist Rage ein ordentliches Actionspiel/Shooter. Den Spieler erwartet handwerklich gut gemachtes Geballer, kaum Überraschungen, wenig Wow-Effekte, aber halt doch ein solides und spaßiges Shooter Spielchen.

Grafik: 6/10
Sound: 8/10
Spielspaß: 8/10

Gesamt: 7/10

Supremacy 1914 Review

Browsergame Supremacy 1914Supremacy 1914 ist ein strategisches Browserkriegspiel, bei dem man um die Vorherrschaft in Europa bzw. Asien im beginnenden 20. Jahrhundert kämpft. Inhaltlich lehnt sich das Spiel an den ersten Weltkrieg an, es gibt jedoch wesentlich mehr spielbare Länder und und Rollenverteilung ist nicht vorgegeben. Das heißt man kann durchaus mit Frankreich England erobern oder als Algerien Spanien. Optisch ist Supremacy 1914 dabei denkbar unspektakulär angelegt. Eine große Karte mit den ganzen Ländern, Infanteriedivisionen als kleine Männchen und eine etwas schönere Stadtansicht, in der man jedoch nicht viel mehr als bauen oder produzieren kann.

Die Strategie liegt bei Supremacy ganz klar im Vordergrund. Entsprechend langfristig ist das Spiel auch angelegt. Das verschieben einer Einheit oder der Angriff auf ein Territorium kann schon mal mehrere Stunden dauern. Während dieser Zeit muss man natürlich nicht am PC sein, Supremacy legt viel Wert auf langfristiges Spielen. Wer nur eine kurze Runde zocken will, wird hier keine Freude haben. Wer das PC Spiel Hearts of Iron kennt, kann sich Supremacy 1914 als Onlineversion des Spiel mit dem Hintergrund Erster Weltkrieg vorstellen.

Da alle Spieler prinzipiell gleich starten hängt es stark von der eigenen Position, den Freunden und Feinden ab, wie man sich entwickelt. Wer sich zu Beginn Freunde macht hat eine Grenze weniger zu bewachen. Daher ist bei Supremacy nicht nur strategisches Geschick, sondern auch diplomatisches Talent gefragt. Wer falsch kalkuliert oder sich an einem Gegner zu stark aufreibt wird schnell zum Opfer einer anderen Nation. Um den Laden am Laufen zu halten produziert jede Provinz bestimmte Rohstoffe, die man für verschiedene Dinge braucht. Nahrung wie Fisch oder Getreide für die Versorgung der Truppen, Stahl und Holz zum Ausbau der Städte, Öl, Gas und Kohle zur Versorgung. Da zu Beginn selten genug von allem produziert wird, um kein Minus zu machen, gibt es neben der Möglichkeit, mit Schiebereglern die Rohstoffe zu verwalten, auch den Markt, an dem Rohstoffe gehandelt werden können.

Gerade die strategische Tiefe und die recht anspruchslose Grafik machen das Spiel zu einem Pflichtspiel für Strategen. Supremacy 1914 ist natürlich kostenlos, wer allerdings in den Genuß von schnelleren Upgrades kommen möchte, muss sich die Spielwährung Goldmark verdienen. Diese kann entweder gekauft oder per Umfragen oder Ähnliches erworben werden. Man kann allerdings auch problemlos ohne Goldmark spielen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, in die Fußstapfen von King George V. oder unserem Lieblingskaiser Willy zu treten, kann sich kostenlos für Supremacy 1914 beim Gamechannel anmelden.

Wertung:
Grafik: 3/10
Sound: 0/10
Spielspaß: 8/10
Multiplayer: 7/10

Might & Magic: Heroes 6 Review

Might & Magic: Heroes 6Der neueste Teil der Heroes Reihe tritt ziemlich ähnlich in die Fußstapfen der Vorgänger. Die größte Veränderung scheint allerdings der Titel zu sein. Hießen die Spiele bisher noch Heroes of Might and Magic hat Ubisoft die Reihe verwirrenderweise in Might & Magic: Heroes umbenannt.

Anonsten hat sich seit Heroes 5 nicht so richtig viel verändert. Sehr positiv hat sich das Ressourcen und Minenmanagement entwickelt. Gab es bei Heroes 5 noch gefühlte ein Dutzend Rohstofftypen, hat Ubisoft bei Heroes 6 das Ganze auf vier Rohstoffe verschlankt: Holz, Stein, Kristall und natürlich Gold. Ebenso sinnvoll ist die Einteilung von Gebieten auf der Karte. Erobert man in einem bestimmten Bereich die Festung oder Stadt gehören automatisch (vorausgesetzt sie sind befreit bzw. erobert) alle Minen in diesem Bereich dem Stadthalter. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht ständig seine Minen zurückerobern muss.

Auch die Rassenanzahl hat man verschlankt: Neben den Menschen und Untoten tummeln sich in der Welt noch Dämonen, Orks und magische Wasserwesen. Hier hätte man meiner Meinung nach vielfältiger bleiben sollen. Denn spielerisch unterscheiden sich die Fraktionen nicht allzu sehr.

Etwas zwiegespalten sehe ich die Entwicklung der Helden. Man hat zwar die Möglichkeit, seinen Helden ganz individuell anpassen, bei der Fülle an Skills und Magie ist es allerdings sehr schwierig, seinen Helden zu spezialisieren. Investiert man seine Punkte (einen pro Stufenanstieg) in Magie, hat man keine sonstigen Eigenschaften. Ist man allerdings Logistik- oder Kampfexperte beherrscht man keine Zauber. Das ist zwar tendenziell besser als das alte “Glückszauber” System der Magiergilden, zwingt den helden aber auch dazu, seine Punkte direkt in Magie zu investieren.

Ansonsten hat sich bei Heroes nicht allzu viel verändert. Nach wie vor wird rundenbasiert die Karte erforscht, Artefakte eingesammelt und Gebäude erobert. Mit ausgebauter Stadt bekommt man auch mehr Einheiten, die man widerrum in den taktischen Kämpfen verheizen kann. Etwas enttäuscht hat mich dabei die Grafik. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich so gut wie gar  nichts verändert. Auch der Soundtrack fällt kaum auf, außer dass man ständig das Gefühl hat, Herr der Ringe zu schauen. Dafür ist Heroes 6 aber spielerisch äußerst anspruchsvoll und langzeitmotivierend, da die Kampagnen selbst auf leicht einen knackigen Schwierigkeitsgrad haben.

Grafik: 6/10
Sound: 6/10
Insgesamt: 8/10

Batman Arkham City Review

Batman Arkham City Detektiv ModusBatman Arkham City spielt kurze Zeit nach den Ereignissen des Arkham Asylums. Der Bürgermeister hatte nach einem Bombenanschlag einen Teil von Gotham City abriegeln und zur Verbrechenszone erklären lassen. In diesem Arkham City sollten alle Verbrecher isoliert und eingesperrt werden. Durch unglückliche Unstände wurde auch Bruce Wayne alias Batman eingesperrt und versucht dahinter zu kommen, wer eigentlich die Fäden in Arkham City zieht und was genau Hugo Strange plant.

Arkham City setzt keine großen Neuerungen ein. Das bewährte Beat-em Up Spielprinzip von Batman Arkham Asylum wurde beibehalten und um einige Gimmicks ergänzt. Im Vordergrund bei Arkham City steht allerdings ganz klar die Story. Neben der Hauptstory gibt es noch viele weitere Quests zu erledigen, wie für Bane die verbliebenen Titan-Tanks zu zerstören oder dem Mad Hatter Einhalt zu gebieten. Dadurch, dass Arkham City wesentlich öfter als sein Vorgänger im Freien spielt, hat man zwar mehr Möglichkeiten, sich über Dächer fortzubewegen, hat allerdings auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, die Gegner draußen auszuschalten. Konnte man im ersten Teil fast immer alle Gegner Stück für Stück aufhängen, von hinten oder oben ausschalten oder durch Schächte kriechen, bieten sich in Außenareal von Arkham City meist nur die direkte Konfrontation. Das Prügeln macht zwar immens Laune, kann allerdings schnell frustrierend sein, wenn die Gegner über Waffen verfügen und Batman mit nur wenigen Schüssen ausschalten.

Trotzdem ist der Spaßfaktor durch Häuserschluchten zu gleiten und sich Spiderman-ähnlich von Haus zu Haus zu schwingen enorm hoch. Denn Spaß ist wohl auch die Hauptmotivation des Spiels. Die Rätsel sind eher simpel und auch die Boss-Fights könnten anspruchsvoller sein. Grafisch hat sich seit dem letzten Teil eher wenig verändert, auch der Sound ist eher unauffällig. Dem Spaß, die fiesen Henchmen von Pinguin, Two-Face oder dem Joker zu vermöbeln tut dies allerdings kein Abbruch. Etwas enttäuscht war ich von dem fehlenden Multiplayer-Part. Dafür merkt man Arkham City allerdings an, dass sich die Entwickler mehr Mühe mit der Story, den Quests und den Geheimsnissen gegeben haben. Wer Arkham Asylum mochte, wird Arkham City mindestens genauso mögen. Ansonsten ist Arkham City eine Mischung aus Splinter Cell, Deus Ex und Tekken.

Grafik: 7/10
Sound: 5/10
Spielspaß: 9/10

Insgesamt: 8/10

Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden Review

Mit Herr der Ringe ist es ein bischen so wie mit Star Wars. Die Vermarktung und das Merchandising vor allem im Gaming Bereich läuft und läuft. Genauso fühlt sich auch das neueste Herr der Ringe Spiel Der Krieg im Norden an: Hauptsache ein Brand, den jeder kennt.
Herr der Krieg: Der Krieg im Norden ist ein Action-Rollenspiel, welches parallel zur Geschichte der “klassischen” Gefährten spielt. Doch während Frodo, Gandalf und Co. nach Osten gen Mordor aufbrechen, geht für unsere Helden Richtung Norden, um die rechte Hand Sauron zu besiegen. Die Helden, das sind eine Elbe, ein Zwerg und ein Waldläufer á la Aragorn, begegnen allerlei Feinden und schnetzeln sich von Quest zu Quest. Diese fallen allerdings ganz untypisch für Rollenspiele sehr trivial aus und sind auch entsprechend einfach zu lösen. Die Betonung liegt hier deutlich auf Action, was zwischendurch fast den Eindruck eines Beat-Em-Up Games entstehen lässt. Statt mit Taktik und Raffinesse müssen die meisten Feinde einfach nur erschlagen werden. Zudem sind die Level komplett linear. Der Weg, den man gehen muss wird fast schon mit Leuchtpfeilen vorgegeben. Freiheit, die Welt zu erkunden besteht somit nicht. Sowieso wirkt Mittelerde ziemlich leer. In den Städten laufen nur eine handvoll Menschen rum, die meist nicht mehr zu sagen haben als “Hallo.” Dafür sind die Cutscenes umso schöner und storynaher gemacht. Man erfährt viel über den Ring, die Gefährten udn was hinter den Kulissen noch so passiert ist. In den Leveln trifft man allerdings umso seltener nicht feindliche Wesen. Selbst der Inlevel Shop wird lediglich durch ein leuchtendes Licht dargestellt. Woher und wohin die ge- bzw verkauften Gegenstände wandern ist fraglich. Die Gegenstände gilt es ganz Diablo-like zu sammeln. Von Stiefeln über Hosen bis hin zum Helm wird allerlei Rüstungskram gesammelt. Daneben gibt es natürlich noch Heiltränke, Manatränke und Wertgegenstände die einfach nur Geld beim Verkaufen bringen. Die Charakterentwicklung ist leider auch sehr trivial geraten: Ein Charakter besteht lediglich aus 4 Attributen: Nahkampfschaden, Lebenspunkte, Fernkampfschaden und Zauberschaden.
Allerdings ist die Welt schön anzusehen. Die Grafik wirkt zwar etwas altbacken, ist aber trotzdem schön anzusehen. Einzig die charaktere wirken fast wie Puppen. Auch die Soundkulisse ist klassisch Herr der Ringe like. Unauffällig, aber passend.
Trotz aller Mängel macht Herr der Ringe: Der Krieg im Norden wirklich Spaß. Das Spiel ist definitiv mehr was für Beat-Em-Up Spieler als für filegrane Rollenspieler. Mit der Zeit und steigender Stufe kann man immer mehr Special Moves und Fähigkeiten einsetzen. Der Zwerg kann beispielsweise einen Rundumschlag vollführen, was absolut Sinn macht, denn er ist in der Regel der, der mitten im Geschehen (Feinde) steht. So richtig überragen die Special Moves dann aber auch nicht.
Multiplayer-technisch ist HdR: KiN ganz gut aufgestellt. Die Kampagne kann sowohl kooperativ, als auch alleine gespielt werden. Zudem gibt es einen Survivalmodus, bei dem es möglichst viele Wellen an Gegnern zurückzuschlagen gilt.

Insgesamt ist Herr der Ringe: Der Krieg im Norden ein langfristiges (laaaaange Kampagne), spaßiges Hack’n'Slay Spiel, dem es zwar an Tiefgang udn Anspruch fehlt, dafür aber mit jeder Menge Action punktet. Wer Fantasy mag sollte lieber auf Skyrim warten oder zu einem “echten” Rollenspiel wie Oblivion greifen. Wer allerdings einfach nur Orks, Goblins und Trolle möglichst brutal schnetzeln möchte sollte zugreifen. Mit aktuell 35€ ist das Game auch nicht alzu teuer. Für 5 Jahre Entwicklungszeit bietet Der Krieg im Norden allerdings zu wenig Neues im Vergleich zu älteren Genrekollegen.

Grafik: 7/10
Sound: 7/10
Gameplay: 6/10
Insgesamt: 6/10

Update:
Der meiner Meinung schwierigste Teil des ganzen Spiels ist die Belagerung von Nordinbad. Hier müssen nach und nach Gegnerwellen abggewehrt werden, bis schließlich zwei Trolle das Tor von Nordinbad zerstören wollen. Da man diese nicht alzu schnell ausschalten kann, gibt es zwei ganz gute Tipps: Entweder man lässt die Trolle durchlaufen und vernichtet nur Gegner, da die Trolle erst aktiv das Tor bekämpfen, wenn man in Sichtweite ist oder was meiner Meinung wesentlich eleganter ist: Man stellt sich so früh wie möglich zwischen die Trolle und greift diese an. Sobald die Trolle zurückschlagen, treffen sie relativ wahrscheinlich auch den jeweils anderen Troll. So konnte ich die Trolle dazu bringen, sich gegenseitig schwer zu verwunden. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die Trolle auch zusammen stehen.

NBA 2K12 Review

Das letzte Sportspiel, dass ich mit Absicht gekauft und gespielt habe war ungelogen Anstoss (1993!). Seitdem haben auf meinem Rechner keinerlei Sportspiele mehr Platz gefunden. Grund genug, nach 18 Jahren (OMFG) mal wieder ein Sportspiel zu installieren. Da ich allerdings schon immer gerne Basketball gespielt habe, ist es schließlich NBA 2K12 geworden.

Zunächst merkt man dem Spiel deutlich an, dass es für Controller-Spieler bzw. Xbox geschaffen wurde. Der Versuch, meine Tastatur entsprechend zu konfigurieren ist kläglich gescheitert. Ergo musste ein neuer Controller gekauft werden, da bei meinem alten (billig) Controller der rechte Stick nicht erkannt wurde.

NBA 2K12 tritt in die Fußstapfen der Vorgänger, zu denen ich allerdings wenig sagen kann. Für mich als Controller- und Sportspielnoob war die Eingewöhnungsphase allerdings sehr groß. Es gibt zwar ein Training, bei dem man die Moves, Tipps und Tricks lernt, dieses ist jedoch wenig flexibel. Weder kann eine Lektion übersprungen, noch wiederholt werden. Learning by doing dachte ich mir und spielte einfach drauf los. Und das zunächst sehr erfolglos. Denn die Steuerung hat es in sich und verlangt für Neulinge und ungeschickte Menschen wie mich (zumindest mit dem Controller) viel Geduld und Verbissenheit. Nach und nach lernt man jedoch, welche Taste was auslöst und wieso man selbst so selten trifft.
NBA 2K12 kommt zwar in deutscher Menüführung daher, ist aber sprachlich komplett in Englisch, wobei die einzigen längeren Sprachphasen des Spiels die Kommentare der Sportreporter sind. Diese kommentieren das Spiel und das Spielgeschehen sehr gut und bewerten auch, was beim Spielen viel zur Atmosphäre beiträgt. Auch die übrige Soundkulisse kann sich hören lassen. Der Soundtrack passt super zum Basketball und man hat auch dank der guten Grafik und Kamerafahrten das Gefühl, “live” dabei zu sein. Die Spieler wirken sehr echt, sehen allerdings so aus, als hätte man sie mit klarlack überzogen. Ansonsten macht NBA 2K12 einen grafisch sehr guten Eindruck.
Für die Langzeitmotivation liefert das Spiel nicht nur einen Karrieremodus, bei dem man sich vom Nobody zum NBA Superstar hochkämpfen muss, sondern auch einen Legacy-Modus, bei dem echte Basketball Legenden spielen darf. Passenderweise sogar in entsprechender Optik (Sepia, Kleidung, etc).

Insgesamt ist NBA 2K12 ein sehr gelungenes Sportspiel, dass eine Menge Spaß macht sicherlich den ein oder anderen Spieler davon überzeugen wird, das Runde ins Runde zu werfen. Absolute Neulinge sollten jedoch Geduld mitbringen und die Moves ausführlich ausprobieren. Zudem ist das Spiel für ziemlich günstige 25€ zu bekommen, was für mich ein Grund war, den Sprung ins kalte Nass zu wagen. ZUm Vollpreis von 40 – 50€ hätte ich sicherlich nicht zugegriffen.

Insgesamt: 8/10 Basketbälle

Battlefield 3 Beta Review

Battlefield 3 Beta

Übersicht der Spieleransicht. Blög auch, der nicht zu ändernde Spielername. Alle "guten" Nicknames sind entsprechend schon vergeben

Vor wenigen Tagen ist die offizielle Beta für Battlefield 3 gestartet und lädt alle Interessierten zum Spielen ein. Für viele ist Battlefield aktuell sicherlich (neben Diablo 3) das am heißesten erwartete Spiel auf dem Markt. Praktischerweise kann man sich mit der offenen Beta einen guten Einblick in das Spiel bekommen.

Die Installation bzw Download gestaltet sich dabei allerdings schon als erste Hürde. Aus Jugendschutzgründen kann die Beta (satte 3 GB) nämlich erst 23 Uhr heruntergeladen werden. Was das Ganze mit Jugendschutz zu tun hat ist mir allerdings nicht ganz klar. Welcher Jugendliche (14 – 17) geht denn vor 23 Uhr ins Bett? Wie dem auch sei, die Beta MUSS über den EA eigenen Client Origin gezogen und gespielt werden. Der Versuch, Steam anzugreifen ist deutlich erkennbar. Der Download und Installation ging dafür allerdings recht zügig, sodass ich nach gut einer Stunde endlich die Beta testen konnte.

Man merkt der Battlefield 3 Beta den Beta Status noch recht deutlich an. Abgesehen davon, dass die Grafik noch nicht ganz ausgereift ist, hat man unglaublich viele Clipping Fehler. Gerade mit Hügeln und Steinen ist nicht zu Spaßen, denn mehr als öfter rutscht man durchs Kriechen und Ducken in den Untergrund und hängt in der Karte. Ich hoffe, dass die derben Fehler noch behoben werden.

Spielerisch ist Battlefield 3 nicht sonderlich anders als ähnlich Shooter. In der Beta sind noch keine Fahrzeuge implementiert, was die Beta zu einem reinen Shooter macht. Laufen, kriechen, schießen, töten. Das Ganze spielt sich nicht anders als die Shooterkollegen. Auch hier kann man Erfolge erzielen und bekommt Badges, Ribbons und Awards. Hat man genug Punkte werden weitere Waffen und Ausrüstungssachen wie Laserpointer oder Standbein freigespielt.

Battlefield 3 legt offensichtlich sehr viel Wert auf Realismus. Was mich bei Homefront schon störte, trifft auf BF3 ebenso zu. Bei Beschuss ist man schneller tot, als ein Schneemann in der Sahara dahinschmilzt. Gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Allerdings ist gerade die Möglichkeit sich hinzulegen ein Einladung an Sniper und Campingfreunde. Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Bereitschaft sich zu bewegten bei vielen Spielern nicht sehr hoch ist. Für mich als Rusher ist jeder weggemmesserte Snipercamper eine Genugtuung. Ich hoffe, dass sich dies alles mit den Fahrzeugen ein wenig entspannt. Auf der aktuellen Karte (1. Teil Park, 2. und 3. U-Bahn, 4. Stadt) wären Fahrzeuge sowieso nicht sinnvoll einzusetzen. Was bleibt ist ein guter bis sehr guter Eindruck von Battlefield 3. Grafik und Spielphysik müssen definitiv noch verbessert werden, vielleicht die Spielgeschwindigkeit noch etwas erhöhen um das Camping zu vermeiden. Ansonsten heißt es abwarten und Tee trinken, ob Battlefield 3 wirklich der Kracher des Jahres wird oder ein ähnlicher Rohrkrepierer wie Homefront.

UPDATE! Die von mir kritisierten Grafikfehler haben das Internetz dazu bewegt ein kurzes Battlefield 3 Beta Real-Lifed Video zu machen:

Tales of Monkey Island Review

tales-of-monkey-islandVor wenigen Wochen gab es bei Gamesload als Deal der Woche Tales of Monkey Island. Seitdem ich Monkey Island I, II und III geliebt habe musste ich einfach zuschlagen.
Tales of Monkey Island ist das fünfteilige neueste Adventure aus der Monkey Island Reihe. Erneut geht es für Guybrush auf hoher See um Leben und Tod. Denn neben vielen alten Bekannten wie LeChuck oder Murray wollen ihm viele neue Gestalten an den Kragen. Tales of Monkey Island bewahrt dabei wirklich den Charme der älteren Spiele, auch wenn die Übersetzungen nicht immer ganz passend sind. Hier hätte durchaus etwas mehr Arbeit in die sinngemäße Übersetzung investiert werden können. Trotzdem sind die Sprecher grandios und die Musik bringt einen wirklich mental in die Karibik. Auch an der Grafik gibt es nichts zu meckern. Der Comicstil des Adventures ist liebevoll gemacht und auch die Cutscenes sind packend und tragen die Story perfekt voran.
Bei insgesamt fünf Episoden ist die Spielzeit auch ordentlich, sodass man je nach Adventureerfahrung mit Sicherheit viele Stunden Rätselspaß hat. Einziger Punkt, der mich beim Spielen wirklich genervt hat, ist die Bewegung Guybrushs. Statt wie üblich dort hin zu gehen, wo man klickt, muss man bei ToMI entweder die Gegenstände direkt anklicken oder die Maus gedrückt halten und dann die Richtung bestimmen. Die Rätsel sind größtenteils logisch und nur an ganz wenigen Stellen ist man wirklich ratlos.
Insgesamt ist Tales of Monkey Island ein sehr gelungenes Adventure, dass vor allem für den Low-Budget Preis viele Stunden Spaß verspricht. Wer also gerne nochmal die alten “Hinter dir ein dreiköpfiger Affe” Zeiten aufleben lassen möchte, sollte auf jeden Fall zuschlagen. Freizeitpiraten, die Monkey Island nicht kennen dürften die vielen Gags und Anspielungen auf die alten Teile nicht verstehen. Aber wer MI I oder II nicht gespielt hat kämpft halt auch wie ein dummer Bauer.

Insgesamt: 8/10 Hypnoseaffen

The Orange Box Review

Steam hat schon vor längerer Zeit das wohl fetteste Gaming-Paket aller Zeit auf den Markt geworfen: Die Orange Box. Enthalten sind das komplette Half-Life 2 samt Episoden 1 und 2, Team Fortress 2 und Portal.
Gekauft hatte ich mir die Orange Box eigentlich wegen Half-Life 2, da ich es immer schonmal spielen wollte, aber nie dazu gekommen bin. Daher auch die erste kurze Rezension über Half-Life 2.
Half-Life 2 ist ein sehr gelungener Denkshooter. Primär wird zwar geschossen, es gibt allerdings auch viele Rätsel, die gelöst werden wollen. Das tollste an Half-Life 2 ist jedoch die Story. Nach den Vorfällen bei Black Mesa hatte eine Alienrasse die Erde angegriffen und innerhalb kürzester Zeit erobert. Verblieben sind nur noch einige große Städte, die wie in einem Polizeistaat regiert werden. Gordon Freeman ist (warum auch immer) auf dem Weg in solch eine: City 17. Die Story und das gesamte Spiel ist packend, auch wenn man ein wenig Gordons Stimme vermisst. Nicht ein Wort sagt Mr. Freeman während des Spiels.Dafür reden die NPCs umso mehr, sodass man nach und nach versteht, wer die Combine (die Alienrasse) eigentlich sind, und was sie wollen. Die Grafik ist natürlich nicht auf dem neuesten Stand, ist aber trotzdem nett anzuschauen. Sehr gut gefallen hat mir zudem der Sound, der nicht nur stimmig war, sondern auch wirklich die Stimmung der jeweiligen Szenarien gut herübergebracht haben.
Insgesamt ist Half-Life 2 mittlerweile schon ein Klassiker unter den Shootern. Mit Anspruch, Logik und einer gehörigen Portion Action hat sich Half-Life 2 einen Platz im Spiele-Olymp gesichert.

Wertung: 9 / 10 Facehuggern

Portal hingegen ist ein reines Denkspiel. Mittels der Portalgun lassen sich jeweils ein Ein- und Ausgang eines Portals erzeugen. Ob man nun durchspringen, etwas durchwerfen oder einen Energiestrahl umleiten muss hängt ganz vom Level ab. Portal ist allerdings nur etwas für Leute mit Geduld und Phantasie. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Level zu Level, sodass es meist mit einem “Ah ich habe eine Idee – ne doch nicht” anfängt und schließlich mit einem “Achso! Ja logisch” aufhört. Für Denk- und Geschicklichkeitsfanatiker ist Portal auf jeden Fall ein Muss.

Wertung: 8 / 10 Portalen

Team Fortress 2 hingegen ist ein (mittlerweile völlig kostenloser) Multiplayer-Shooter. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Shootern setzt TF2 auf Charakterklassen. Alle haben sehr unterschiedliche Waffen, Fähigkeiten, Geschwindigkeiten und Lebensenergie. Alle klassen haben jedoch Vor- und Nachteile. So ist der Scout beispielsweise ungeheuer schnell, aber auch ungeheuer schnell tot. Der Medic kann zwar heilen, ist aber waffentechnisch vollkommen unterlegen. Der Spy tarnt sich als Gegner und kann diese von hinten erdolchen. So unterschiedlich die Klassen sind, so unterschiedlich sind auch die Levelarten. Mal müssen Checkpunkte eingenommen und gehalten werden, mal eine Lore mit Bombe langsam ins gegnerische Lager gefahren werden. Ein Deathmatch im klassischen Sinne gibt es nicht. Die Comichafte Grafik des Spiels und die Sprüche der Spieler geben TF2 diesen unverwechselbaren humorvollen Touch. Zudem gibt es wie mittlerweile üblich Erfolge und als Bonus weitere Waffen und Gegenstände, die erst durch längeres Spielen dazu kommen. Dies ist allerdings weniger Motivation, als schmückendes Beiwerk, denn gerade die verschiedenen Hüte sorgen für einen idividuellen Touch der Charaktere. Meiner Meinung nach einer der besten Multiplayershooter, dass es aktuell gibt. Zudem ist es auch noch kostenlos, was für “mal ausprobieren” natürlich bestens geeignet ist.

Wertung: 9 / 10 Hüten