Drakensang 2: Am Fluss der Zeit Review
Mein Drakensang Review ist schon recht lange her, aber als alter Nordland-Trilogie war der Kauf von Drakensang 2 Pflicht.
Drakensang 2 ist quasi das Prequel zu Drakensang – inhaltlich geht es um die Geschichte von Ardo, den man ja in Drakensang nie kennenlernen konnte. Man startet auf einem kleinen Schiff als angeheuerter Gast. Dort lernt man Ardo und seine Freunde kennen, die auch auf dem Weg nach Nadoret sind. Nach einem Angriff von Flusspiraten erhält man von Ardo den Auftrag die Flusspiraten etwas genau zu untersuchen. Dass das Ganze natürlich nur die Spitze des Eisbergs ist und sich die Helden immer weiter in Intrigen und Gefahren verstricken überrascht jetzt nicht wirklich.
Inhaltlich eine völlig neue Geschichte, hat sich spieltechnisch wenig getan. Zugegeben, Drakensang war bereits relativ ausgereift, aber ein paar Neuerungen hätten mir doch gefallen. So gibt es zwar neue Archetypen, bis auf den Geoden ist allerdings wenig dazugekommen. Die Unterschiede zwischen dem Eingeborenen-Krieger, dem Krieger, dem Söldner und dem Kampfzwerg sind marginal. Aufgrund dessen hatte ich mich für einen Elfen entschieden, der mit dem Zauberspruch “Hilfreiche Tatze” einen immer stärker werdenen Mitstreiter herbei zaubern kann.
Ansonsten ist Drakensang 2 wie gewohnt von solider Qualität. Bugs findet man selten. Warum man allerdings die Stadtbewohner so unfreundlich gestaltet hat ist mir ein Rätsel. Wer nichts zu verkaufen hat weist den Spieler unfreundlich ab. Dafür bietet Drakensang 2 an vielen Stellen echte Entscheidungen an. Folgt man Forgrimms Rat, muss man sich meist mit Waffen durchsetzen, Couanos Weg ist eher der hinterlistige, indirekte Weg.
Drakensang 2 ist ein gutes Rollenspiel. Für eine absolute Spitzenplatzierung reicht es allerdings nicht aus. Dafür war mir die Story ein wenig zu plätschernd und kaum wechselhaft. Ich weiß noch, wie ich bei Schatten über Riva wirklich nervös durch die Zwergenbinge oder den Magierturm gestiefelt bin, die Musik hat zusätzlich noch Atmosphäre geschaffen. Bei Drakensang hingegen wird meist einfach drauf los gelaufen, selbst wenn man in eine Falle latscht oder einen Kampf zu bestehen hat kann mir ein paar Verschnaufminuten alles wieder auf den Status Quo gebracht werden.
Grafisch ist Drakensang genau wie der Vorgänger sehr gut, die Musik ist mir allerdings überhaupt aufgefallen. Vielleicht bin ich zu sehr an atmosphärische Musik gewöhnt. Insgesamt ein solides Spiel, dass sich Rollenspieler auf jeden Fall ansehen sollten. Wer allerdings noch nie im Leben etwas mit DSA zu tun hatte, wird wahrscheinlich Schwierigkeiten mit dem Feintuning der Charaktere haben.
Grafik: 9/10
Sound: 6/10
Insgesamt: 8/10
Hier schreibt Michael Nalazek Reviews für PC, Wii und Flash Games. Viel Spaß mit meinen Game Reviews.