Game Review: Reviews für PC, Wii und Flash Games

Fallout New Vegas Review

Fallout new Vegas ist erst vor wenigen Tagen erschienen, aber begeistert bereits Millionen von Rollenspielern. Hier mein ausführliches Review zu Fallout New Vegas.

Fallout New Vegas tritt die Nachfolge von Fallout 3 an. Optisch kann man wenig Veränderung erkennen. Fallout New Vegas könnte meiner Meinung nach ebenso ein DLC für Fallout 3 sein. Allerdings nur optisch, denn inhaltlich ist New Vegas bis zum Rand gefüllt mit Quests, Personen, Waffen, Monstern und der Wüste.

Zunächst zur Story: Im gegensatz zu Fallout 3 beginnt nicht mit der Geburt des Charakters, sondern mit der “Wiedergeburt”. Offenbar war man ein Kurier, der von vorne bis hinten verarscht wurde. Jedenfalls erlebt man die letzten Momente seines “alten Lebens”, bevor der Typ in dem karierten Anzug, den man das Spiel über versucht zu finden, einem in den Kopf schießt. Man wacht halbtot, aber wiederbelebt in Goodsprings auf, wo der ortsansässige Doktor nach der Geschichte des Charakters fragt. Die Charaktererschaffung beginnt. Die Verfolgung des karierten Typen ist dann auch ein großer Teil des Hauptquests, der aber wie immer mit vielen kleinen Quests begleitet wird. Fallout New Vegas spielt in Nevada, in der Mojave Wüste, in der Nähe von (Las) New Vegas. Im Prinzip steht man von Anfang zwischen den Fronten: Der NKR (die man ja bereits aus älteren Fallout Spielen kennt) und der Legion, einer Armee von Sklaventreibern unter der Herrschaft von Caesar.

Spielerisch hat sich wenig getan. Das Prinzip des VATS und der Talente ist kaum modifiziert, sodass sich New Vegas fast wie Fallout 3 anfühlt. Nur mit anderen Waffen, Charakteren und Orten. Wie immer ist die Wahl der Reise fast völlig frei. Man bemerkt allerdings direkt den etwas knackigeren Schwierigkeitsgrad. Hatte man bei Fallout 1 noch RAD-Scorpions en mass getötet, sind die normalen, großen, RAD-Scorpions in New Vegas sehr tödlich. Stark auffällig ist, dass der Stufenanstieg im Vergleich zu Fallout 3 wesentlich langsamer von Statten geht. Hatte man bei Fallout 3 bereits nach der Hälfte des Spiels durch Erkunden und Töten level 20 (Maximalstufe) erreicht, kommt man bei New Vegas die Levelleiter nur wesentlich langsamer hoch. Eine gelungene Verbesserung. Außerdem geht es diesmal, wie bereits in den F3 DLC bis Level 30.

Insgesamt ist das Flair allerdings etwas verkommen. Hatte man sich in Fallout 3 noch wie in den 50ern (nur mit Atomkrieg) gefühlt, hat man nun eher das Gefühl, in einem Western zu sein. Das mag sicherlich daran liegen, dass der Großteil der Karte eine Wüste ist und auch viele “Städte” eher Geisterstädte sind, etwas mehr “Retro” hätte ich mir allerdings schon gewünscht. Auch die Radiomusik begeistert nicht so sehr, wie die von Radio Galaxy.

Insgesamt ist Fallout New Vegas ein guter Nachfolger, der allerdings fast nur Content nachschiebt und am Spiel selbst wenig dreht. Im Grunde genommen ist New Vegas nur ein riesiges DLC, das aber viele viele Stunden fesseln kann. Die Grafik ist gut, der Sound auch, das Gameplay ist wie bei Fallout 3 grandios. Nur der Preis von knapp 50 Euro hätte durchaus etwas niedriger sein können.

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