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Might & Magic: Heroes 6 Review

Might & Magic: Heroes 6Der neueste Teil der Heroes Reihe tritt ziemlich ähnlich in die Fußstapfen der Vorgänger. Die größte Veränderung scheint allerdings der Titel zu sein. Hießen die Spiele bisher noch Heroes of Might and Magic hat Ubisoft die Reihe verwirrenderweise in Might & Magic: Heroes umbenannt.

Anonsten hat sich seit Heroes 5 nicht so richtig viel verändert. Sehr positiv hat sich das Ressourcen und Minenmanagement entwickelt. Gab es bei Heroes 5 noch gefühlte ein Dutzend Rohstofftypen, hat Ubisoft bei Heroes 6 das Ganze auf vier Rohstoffe verschlankt: Holz, Stein, Kristall und natürlich Gold. Ebenso sinnvoll ist die Einteilung von Gebieten auf der Karte. Erobert man in einem bestimmten Bereich die Festung oder Stadt gehören automatisch (vorausgesetzt sie sind befreit bzw. erobert) alle Minen in diesem Bereich dem Stadthalter. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht ständig seine Minen zurückerobern muss.

Auch die Rassenanzahl hat man verschlankt: Neben den Menschen und Untoten tummeln sich in der Welt noch Dämonen, Orks und magische Wasserwesen. Hier hätte man meiner Meinung nach vielfältiger bleiben sollen. Denn spielerisch unterscheiden sich die Fraktionen nicht allzu sehr.

Etwas zwiegespalten sehe ich die Entwicklung der Helden. Man hat zwar die Möglichkeit, seinen Helden ganz individuell anpassen, bei der Fülle an Skills und Magie ist es allerdings sehr schwierig, seinen Helden zu spezialisieren. Investiert man seine Punkte (einen pro Stufenanstieg) in Magie, hat man keine sonstigen Eigenschaften. Ist man allerdings Logistik- oder Kampfexperte beherrscht man keine Zauber. Das ist zwar tendenziell besser als das alte “Glückszauber” System der Magiergilden, zwingt den helden aber auch dazu, seine Punkte direkt in Magie zu investieren.

Ansonsten hat sich bei Heroes nicht allzu viel verändert. Nach wie vor wird rundenbasiert die Karte erforscht, Artefakte eingesammelt und Gebäude erobert. Mit ausgebauter Stadt bekommt man auch mehr Einheiten, die man widerrum in den taktischen Kämpfen verheizen kann. Etwas enttäuscht hat mich dabei die Grafik. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich so gut wie gar  nichts verändert. Auch der Soundtrack fällt kaum auf, außer dass man ständig das Gefühl hat, Herr der Ringe zu schauen. Dafür ist Heroes 6 aber spielerisch äußerst anspruchsvoll und langzeitmotivierend, da die Kampagnen selbst auf leicht einen knackigen Schwierigkeitsgrad haben.

Grafik: 6/10
Sound: 6/10
Insgesamt: 8/10

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