Starcraft 2 Review – Wings of Liberty im Test
Starcraft II hat in den Fachpresse und auf einschlägigen Blogs und Seiten bisher fast nur positive Kritik. Und das völlig zurecht!
Starcraft II schließt an die Geschichte von Starcraft I bzw dem Addon Broodwar an. Mengsk hat sich zum Imperator hochgekämpft und ist dabei über Leichen gegangen. Unter anderem die von Kerrigan, die sich ja in die Zerg-Königin Herrin der Klingen verwandelt hat. Raynor ist mit der repressiven Herrschaft Mengsks nicht einverstanden und zettelt einen Aufstand an. Als Raynor immer weitere Erfolge gegen die Liga erreicht, mischen die Zerg sich wieder ein und sind auf dem besten Wege, die Menschheit zu vernichten.
Starcraft II kommt spielerisch fast genau so wie der erste Teil daher. Grafisch natürlich aufgehübscht, aber längst nicht so groß wie der spielerische Unterschied zwischen Warcraft II und Warcraft III. Es gibt weiterhin Terraner, Zergs und Protoss. Während die Zerg nach wie auf Masse statt Klasse setzen, sind die Protoss wieder die teueren Edeleinheiten. Die Terraner liegen dazwischen. Aber ist Starcraft II dann eigentlich nur ein warmer Aufguss vom ersten Teil? Nein!
Insgesamt ist das Spiel wesentlich interaktiver geworden. Hatte ich zuletzt noch C&C Tiberium Wars gespielt und mich von Mission zu Mission, von Video zu Video gehangelt, bietet Starcraft II erstmalig etwas, was ich bisher noch bei keinem Echtzeitstrategiespiel hatte: Die Wahl der Missionen, Forschung etc.
Einmal auf Hyperion, Raynors Mutterschiff, angelangt, hat man die freie Wahl, welche Missionen als nächstes anstehen. Helfe ich erst den Zivilisten und rette sie oder hole ich mir das Protoss Artefakt und sammle fleißig Credits? Credits sind immens wichtig, da mit diesen Aufrüstungen der Einheiten und Gebäude vorgenommen werden können. Ähnlich verhält sich auch das Forschen. Nach und nach gelingt es, immer mehr über die Zerg und die Protoss zu erforschen, sodass deren Entwicklungen mit in die Terraner Technologie aufgenommen werden kann. Richte ich meine Einheiten und Gebäude eher offensiv oder defensiv aus? Mit den Credits ist es zudem möglich, Söldner freizuschalten, sodass diese gegen Mineralien, die Schlachtfeldwährung, eingetauscht werden können.
Zusätzlich hat mich das Missionsdesign und die Ziele sehr überrascht. Ist man es beispielsweise bei C&C gewohnt, eine Basis zu bauen und alles Feindliche auf der Karte auszuradieren, sind die Missionen bei Starcraft II sehr unterschiedlich. Mal müssen Gebiete oder Artefakte eingenommen werden, mal muss man sich verteidigen, mal müssen bestimmte Rohstoffe gesammelt werden. Die Missionsziele sind sehr unterschiedlich, was die Missionen sehr ansprechend macht und immer wieder neue Anreize bietet.
Der Schwierigkeitsgrad ist knackig. Jede Mission bietet zudem Bonusziele, die erstmal gefunden werden müssen. Ziele sind recht unterschiedlich: Keine Einheiten verlieren, unter einer bestimmten Zeit bleiben, oder alle Artefakte finden.
Insgesamt ist Starcraft II ein sehr gelungenes, solides Echtzeitstrategiespiel geworden. Kleinere Fehler bleiben zwar, wie zum Beispiel die viel zu nahe Kamera, aber die Story und die Missionen sind einfach zu fesselnd, als das sowas stören können. Zum Multiplayer kann ich aktuell noch nichts sagen, die Kampagne hat mich zu sehr gefordert
Grafik: 80%
Sound: 85%
Gameplay: 95%
Insgesamt: 95%
Hier schreibt Michael Nalazek Reviews für PC, Wii und Flash Games. Viel Spaß mit meinen Game Reviews.